Minimum Viable Product

BESCHREIBUNG

Ein MVP (Minimum Viable Product) ist wörtlich übersetzt ein minimal lebensfähiges Produkt. Es handelt sich daher um ein Produkt, das bereits (nach außen) den vollen quantitativen und qualitativen Leistungsumfang besitzt, das aber nicht marktoptimiert sein muss. Insbesondere ist das Produkt noch nicht derart, dass es bezüglich seiner Herstellung optimiert ist, das heißt mit sehr geringen Kosten hergestellt werden kann. Hierdurch ergibt sich ein Produkt, mit dem realitätsnah der Markt auf Akzeptanz getestet werden kann.

Ein MVP ist daher eine erste Version des Produkts, das den Marktbedarf decken oder zumindest zunächst bedienen kann, um ein frühes Markt-Feedback zu erlangen und um sehr früh am Markt präsent sein zu können.

Das Konzept des MVP entspringt dem Lean-Gedanken. Es soll möglichst schnell mit noch geringem Einsatz ein Produkt dem Markt angeboten werden. Der Markt reagiert auf das Produkt und aus dessen Reaktion kann das Produkt angepasst werden und noch besser die Marktbedürfnisse befriedigen. Vorteilhaft hierbei ist, dass noch genügend Ressourcen zur Verfügung stehen für eine zweite Runde bzw. dritte und vierte Runde der Produktentwicklung.

Auf diese Weise können in sehr kurzer Zeit die Kundenwünsche mit einem optimal geeigneten Produkt befriedigt werden.

Marktflops wegen Produkten, die der Markt nicht will, können so wirkungsvoll verhindert werden. Die finanziellen und personellen Ressourcen eines Unternehmens können auf diese Weise optimal eingesetzt werden, um einen Markterfolg sicherzustellen.

Das grundsätzliche Konzept kann auf andere Bereiche übertragen werden, beispielsweise kann ein Minimum viable Team gebildet werden, wodurch eine personelle Fehlallokation vermieden werden kann

Zweck

  • Testen eines Marktes
  • Möglichst frühzeitiges Bereitstellen eines marktfähigen Produkts (early adopters
  • Nachweis der Marktakzeptanz
  • Nachweis der Machbarkeit
  • Proof of Concept

KRITIK

Vorsicht ist bei dem Qualitätsniveau des MVP geboten.

Wird das Konzept des MVP derart missbraucht, dass zunächst mit einem qualitativ minderwertigen Produkt in den Markt gegangen wird, kann das komplette Konzept zum Scheitern verurteilt sein. In diesem Fall können zwar in einem ersten Anlauf große Umsätze erzeugt werden. Durch die Enttäuschung über das mangelhafte Produkt, wird jedoch ein nachhaltiger Markterfolg vereitelt.

Es sollte daher MVP nicht mit einem Prototypen verwechselt werden.

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