Blockchain-Patente

Smart Contracts werden regelmäßig auf Basis einer Blockchain-Datenbank errichtet. Die Blockchain erzeugt die Vertrauenswürdigkeit, dass die Vertragsbedingungen des Smart Contracts so wie vereinbart, und nicht anders, durchgesetzt werden.

Blockchain ist eine Aneinanderreihung von Blöcken. Jeder Block umfasst Nutzerdaten, die in der Datenbank Blockchain abgespeichert werden sollen. Außerdem weist jeder Block einen Header auf, der den Hashwert der Nutzerdaten, den Hashwert des Vorgängerblocks, Nonce-Daten und einen Zeitstempel.

Das Deutsche Patent- und Markenamt prüft die Patentfähigkeit einer Blockchain-Anmeldung nach einem 3-Hürden-Modell

  • 1. Hürde: Liegt die Erfindung überhaupt auf einem technischen Gebiet?
  • 2. Hürde: Löst die Erfindung eine konkrete technische Aufgabe mit konkreten technischen Mitteln?
  • 3. Hürde: Ist die Erfindung neu?
  • Noch 3. Hürde: Ist die Erfindung erfinderisch?

Wichtige Anmelder von Smart Contract/Blockchain-Patentanmeldungen sind:

  • Alibaba Group Holding Ltd.
  • Nchain Holding Ltd.
  • International Business Machines Corp (IBM)
  • Bizmodeline Co. Ltd.
  • Walmart
  • Mastercard
  • Bank of America
  • Coinbase

Prinzipien der Blockchain-Technologie

  • Verkettungsprinzip: Ein Blockchain besteht aus einer Anzahl von Blöcken, die miteinander verbunden sind, wobei ein Nachfolger-Block einen Fingerabdruck des Vorgängerblocks aufweist.
  • Dezentrale Speicherung: Vollständige Duplikate der Blockchain werden auf jedem Node-Rechner abgelegt.
  • Konsensmechanismus: Ein neuer Block wird nur an die Blockchain angefügt, wenn mindestens 51% der Nodes ihn als richtigen Block anerkennen.
  • Manipulationssicherheit: Der Blockchain ist manipulationssicher dank dem Proof-of-Work-Prinzip und dem Konsensus-Mechanismus.
  • Transparenz/Vertraulichkeit: Die Blockchain kann so gestaltet werden, dass sie transparent ist (public blockchain) oder dass sie vertraulich ist (private blockchain oder verschlüsseln der Nutzerdaten)
  • Nichtabstreitbarkeit: Die Daten der Blockchain sind manipulationssicher und daher nicht bestreitbar.

Bitcoin

  • Schöpfer: Satoschi Nakamoto
  • Aufgabe: Zahlungen vornehmen zu können, ohne dass hierzu eine zwischengeschaltete Autorität, insbesondere Bank, erforderlich ist.
  • Lösung: Netzwerk von nodes (Knotenrechnern) Blöcke speichern Finanztransaktionen, also Transfer von Kryptowährung Blöcke sind manipulationssicher

Zentrale Eigenschaften des Bitcoin-Blockchains sind:

  • Manipulationssicher
  • Dezentral (Distributed Ledger)
  • Konsensmechanismus, keine zentrale Autorität, beispielsweise eine Bank oder ein Kaufportal erforderlich, um Sicherheit der Abwicklung der Transaktion sicherzustellen.
  • transparent: jeder Node kann die Blockchain lesen.

Ethereum

  • Ethereum ist eine Blockchain mit Smart Contracts
  • Smart Contracts: Smart Contracts können in Form von Ethereum-Virtual-Machine-Programmen verwendet werden.
  • EVM: Ein Ethereum-Virtual-Machine-Programm enthält einen Befehlssatz, einen Befehlszähler, einen Stack, flüchtige und nicht-flüchtige Speicher und ist Turing-vollständig.
  • Programmiersprache: Die Programmiersprache ist Solidity
  • Transaktionen: Die Verträge werden automatisch abgewickelt.
  • Geschäftsmodell: Es können in Ethereum komplette Geschäftsmodelle realisiert werden.

Vorteilhafte Eigenschaften einer Blockchain für das IP-Management

Peer-to-Peer-Transaktionen: Es fallen keine Gebühren für Banken, Notare, Verlage oder Mittler an.

Kryptographie: Durch die Verschlüsselungstechnik ergibt sich Vertraulichkeit und Authentifizierung.

Zeitstempel: chronologische Abfolge kann gespeichert werden, beispielsweise Nachweis der Priorität.

Transparenz: Die Transaktionen können eingesehen werden.

Unveränderlichkeit: Die Blockchain ist manipulationssicher.

Dezentral: Keine Mittelsmänner, hohe Ausfallsicherheit.

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